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| Der Venusmann. Roman
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Die Geschichte |
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| Dieser Roman erzählt die Lebensgeschichte des Kastraten Farinelli, der im frühen 18. Jahrhundert als Sänger so berühmt und reich wie heutige Gesangsstars war, vergleichbar einem Pavarotti oder einem Michael Jackson. Damals wurden in Italien viele Knaben kastriert in der Hoffnung auf Reichtum und Ruhm. Doch nur wenige hatten das Glück, auf Opernbühnen singen zu dürfen. Die anderen mussten ein ärmliches Leben als Sänger in Kirchenchören, als Prostituierte oder als Kriminelle führen. Der Siegeszug der Kastraten ist nicht allein erklärbar mit dem Verbot für Frauen in Kirchen und in der römischen Oper zu singen. Vielmehr entsprach das androgyne Wesen der Kastraten dem damaligen Schönheitsideal. Zudem waren die Kastraten aufgrund hormoneller Umstellungen größer als durchschnittliche Männer und deshalb Aufsehen erregende Erscheinungen, die das damalige Bild des Helden verkörperten. Als Liebhaber waren sie gleichermaßen bei Damen und Herren gefragt. Da offiziell die Kastration verboten war, wurde bei Carlo Farinelli ein Reitunfall vorgetäuscht, damit der Sohn eines verarmten Adeligen kastriert werden konnte. Er wurde der Lieblingsschüler des Neapolitanischen Gesangslehrers Porpora. Nach seiner Ausbildung führte ihn eine glänzende Karriere durch alle Opernhäuser Italiens, nach Wien, London und Madrid. Dort stellte er seine Stimme ganz in den Dienst des psychisch kranken Königs Philipp V., verzichtete auf öffentliche Auftritte und wurde einer der wichtigsten Minister am spanischen Hof. Was für ein Mensch war Farinelli? Wie empfand ein Kastrat? Wie liebte er? Was war der Preis für seinen Ruhm? Auf diese Fragen geben die Quellen keine Antwort. Der Roman versucht die menschliche Dimension zu beschreiben. |
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